Meine persönlichen Schwerpunkte

Was ist Verhaltenstherapie?

Der verhaltenstherapeutische Ansatz ist wissenschaftlich abgesichert, hat sich als sehr wirksam erwiesen und wird von den Krankenkassen anerkannt. Behandelt werden können alle psychischen Störungen von A (ngst)- Z (wang). Grundgedanke der Verhaltenstherapie ist, dass jedes Verhalten erlernt wurde und beeinflussbar ist. So können Verhaltensweisen die sich als problematisch erweisen und Leiden verursachen auch wieder "verlernt" werden, bzw. durch angemessenere und funktionalere Verhaltensweisen ersetzt werden.

 

Im Mittelpunkt meiner Therapie stehen neben der jeweiligen Problemstellung und ihrer Bewältigung immer das Erleben, die Gedanken und die Empfindungen der Kinder und Jugendlichen. Gemeinsam versuchen wir die Gründe zu verstehen die zu dem Problem oder in die Krise geführt haben. Dann suchen wir gemeinsam nach Lösungen, zum Beispiel indem wir  negative, wenig hilfreiche Denkmuster und damit einhergehende Gefühle verändern die in der Konsequenz oft zu ungünstigen Verhaltensweisen und Interaktionen führten. Der achtsame Umgang mit sich selbst und anderen führt zu einer Reduktion von Stresserleben und einem Aufbau  von Entspannungsfähigkeit und Akzeptanzerleben. Dadurch steigert sich die Lebenszufriedenheit und das Wohlbefinden. Die Stärkung von vorhandenen, vielleicht vergessenen, Ressourcen und das (wieder) entdecken von Kraftquellen ist außerdem ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Der gemeinsame Prozess ist geprägt durch Achtung und positive Wertschätzung.

Was ist EMDR?

Seit Ende 2017 nutze ich, bei entsprechender Indikation, EMDR zur Ergänzung und Unterstützung meiner therapeutischen Arbeit. EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung bedeutet. Dr. Francine Shapiro (USA) entwickelte diese Psychotherapieform zur Behandlung von Traumafolgestörungen Ende der 80er Jahre. Mit der EMDR-Methode können Traumafolgestörungen bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen behandelt werden. In Deutschland wird EMDR etwa seit 1991 angewendet. 2006 hat der wissenschaftliche Beirat für Psychotherapie EMDR als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt.

 

Die Wirksamkeit von EMDR ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt. Die Forschungsergebnisse zeigen: Nach der Behandlung einer einfachen posttraumatischen Belastungsstörung mit EMDR fühlen sich 80 Prozent der Patientinnen und Patienten deutlich entlastet – und das bereits nach wenigen Sitzungen. Ein zentrales Element der EMDR-Behandlung ist die Nachverarbeitung der belastenden Erinnerung unter Nutzung bilateraler Stimulation: Die Patientin bzw. der Patient folgt den Fingern der Therapeutin mit den Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt.  Die Augenbewegungen des Klienten sind mit den Augenbewegungen im REM-Schlaf vergleichbar – der Phase des Schlafes, in der die Geschehnisse des Tages verarbeitet werden. Alternativ zu den Handbewegungen kann der Therapeut Töne einsetzen oder die Handrücken der Patientin berühren. Die wechselseitige Stimulation unterstützt das Gehirn, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten. Eine EMDR-Sitzung ist vergleichbar mit einer Zugreise: Die Patientinnen und Patienten fahren noch einmal an dem Geschehen vorbei – aber aus sicherer Distanz und in therapeutischer Begleitung. Im weiteren Verlauf der Sitzung verblasst die belastende Erinnerung Stück für Stück und die Symptome des Traumas werden aufgelöst. Die Patienten lernen, mit den alten traumatischen Erinnerungen und Gedanken umzugehen und können eine neue, angemessenere Perspektive auf das Geschehen entwickeln.

 

Die Anwendung von EMDR ist nicht nur auf die Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung beschränkt, sondern ebenso hilfreich in der Behandlung von Ängsten, Depressionen, Zwangserkrankungen, Phobien, welche u.U. Folgen einer traumatischen Erfahrung sein können.

(Quelle: http://www.emdria.de/)

Die Qualitätssicherung meiner Arbeit erfolgt durch regelmäßige Mitarbeit in verschiedenen Interventions- und Qualitätszirkeln sowie Fortbildungen.

  • Aktuell befinde ich mich noch in der Weiterbildung zur EMDR Therapeutin.

 

Ich bin Mitglied der folgenden Fachgesellschaften/Kammern: